Was hat sich getan im Stadtumbau?
Das Nördliche Fichtelgebirge und die Zusammenarbeit im Programm „Stadtumbau West“
In den Jahren nach den Konzepten
Ein Rückblick auf das Programmjahr 2010/2011 im Stadtumbau des Nördlichen Fichtelgebirges
Interkommunale Entwicklungskonzept (IEK) im Nördlichen Fichtelgebirge ist bald sechs Jahre alt und hat die Verantwortlichen schon lange in die Phase der Umsetzung entlassen. In jeder der neun Kommunen haben sich offensichtliche Dinge getan, meist Bauprojekte, die sich direkt aus dem besagten Konzept ergeben haben. Es sind in erster Linie die Ortskerne, in denen man die Veränderungen sieht. Im Hintergrund läuft dabei eine Arbeit, die alljährlich im Sommer die lange Wunschliste des IEK hervorholt und jedes der damals über 25 interkommunalen und fast 70 lokalen Projekte darauf befragt, ob aus ihm etwas geworden ist oder nicht. Dabei sind es die interkommunalen Projekte, die verborgener geschehen und die aufwendiger abgestimmt werden müssen. Die ‚Chemie’ der Neun, das heißt die Stimmung im Umgang miteinander, ist dabei erstaunlich gut. Das spricht für die gute Mischung. Man ist in der Gruppe sehr pragmatisch, wenn es darum geht, die Vorteile der Zusammenseins zu nutzen: das Voneinander-Lernen oder auch eine förderliche Wettbewerbsstimmung untereinander. Das geschieht ohne zusätzliche institutionelle Bindung mit einem minimalen gemeinsamen Verwaltungsaufwand – also gewissermaßen eine interkommunale wilde Ehe.
In jedem Programmjahr gibt es übergeordnete Schwerpunkte, die sich eher aus der geleisteten Vorarbeit und nicht mehr so sehr aus dem IEK ableiten lassen. Im Programmjahr 2010/2011 haben sich zwei Hauptbereiche im gemeinsamen Handeln gezeigt:
Außenwahrnehmung der neun Kommunen
An den Aspekten des gemeinsamen Außenauftritts wurde besonders gearbeitet. Geradezu ein Traditionsmedium ist das Komm Mit! Das größte neue Projekt ist der Imagefilm, der die Kleinregion nicht nur touristisch präsentieren sondern auch unter den Kommunen ein Zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln soll. Die Internetseite als zweites Schaufenster der Region hat sich im vergangenen Programmjahr sowohl im touristischen Bereich stark erweitert als auch in der Darstellung der Entwicklungsprozesse und Bauprojekte, die aus dem Programm „Stadtumbau West“ entstanden sind. So hat sich mit der Verfestigung eines Markenbegriffs „Nördliches Fichtelgebirge“ auch die Unumkehrbarkeit und Ernsthaftigkeit der gemeinsamen Anliegen gestärkt.
Neue lokale Ziele
Das Programmjahr 2010/11 hat in den meisten der neun Kommunen Projekte, Projektstufen oder Planungsfortschritte vorangebracht, die allesamt die Wirkung des Programms lokal sichtbar machen. Damit ist umso mehr die Frage gestellt, wo sich als nächstes die Prozesse der gewünschten Entwicklung vollziehen und abbilden sollen. Gerade mit der Eröffnung öffentlicher Platzanlagen oder von neu gestalteten Straßenzügen (Röslau, Schönwald, Schwarzenbach/Saale, Kirchenlamitz) richtet sich der Blick auf die Folgeinvestitionen bei privaten Eigentümern. Ebenso rücken nun so genannte Schlüsselimmobilien in den Mittelpunkt. Das sind Gebäude, die als Leerstand oder sogar als Schandfleck bekannt sind, und deren Wiedernutzung für eine Straße und den ganzen Ort wichtig sind. Die Aufgabe ist nicht leicht. Sie ist jedoch auch ein Teil der Stadtentwicklung, für die das Programm ‚Stadtumbau West’ steht.
Das Stadtumbauforum am 12. Juli 2011 Schwarzenbach an der Saale zog Bilanz
Das alljährliche Stadtumbauforum ist ein wichtiger Anlass, über den Umbauprozess in den neun Fichtelgebirgsgemeinden zu berichten. Die Bürgermeister sowie das Stadtumbaumanagement stellen die Themen und Projekte vor, die das zurückliegende Programmjahr gekennzeichnet haben. Die Presse kommentierte die Veranstaltung ausführlich und ging auch auf die lokalen Projekte aller Mitgliedskommunen ein.
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Einladung zur Veranstaltung
Mit folgendem Überblick würde zur Veranstaltung eingeladen.
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