Unter­wegs in Röslau

Röslau und Umge­bung entde­cken

Bei einem Spazier­gang durch Röslau oder einem kleinen Ausflug in die Umge­bung gibt es einiges zu erkunden: den mysti­schen Thus­wald, den neu ange­legten Eger­radweg, den lehr­rei­chen Jean-Paul-Weg, die barocke Mark­gra­fen­kirche, den sehens­werten Zwölf­gip­fel­blick – und vieles mehr!

Am Ende der Seite finden Sie einen Orts­plan mit Sehens­wür­dig­keiten.

Idyl­li­sche Wald­oase vor den Toren Röslaus

Wir beginnen den Besuch in Röslau am Ende der Oskar-Bött­cher-Straße – hier hat sich über die Zeit einiges getan: Das Gelände der ehema­ligen Pappen­fa­brik, für dessen Rückbau und Umstruk­tu­rie­rung es viele Jahre und stetiges Enga­ge­ment gebraucht hatte, präsen­tiert sich heute facet­ten­reich.

Es entstanden Wohn­mobil- und PKW-Stell­plätze, ein öffent­li­ches WC, sehr viele Spiel­mög­lich­keiten, ein schöner Zugang zur Eger und eine Aussichts­platt­form ins Egertal. Auch der Eger­radweg verläuft hier.

Ruine Pappenfabrik bei Röslau
Über­reste der ehema­ligen Pappen­fa­brik © NöFi
Spielplatz bei Röslau
Spiel­platz hinter der ehema­ligen Pappen­fa­brik © NöFi
Blick über Teilabschnitt der Eger bei Röslau
Blick über Teil­ab­schnitt der Eger © NöFi

In unmit­tel­barer Nähe liegt der Zugang zum Thus, der Begriff bezeichnet ein sehr idyl­li­sches Teil­stück der Eger. Ganz beson­ders ist der Thus­fall, bei dem einmal im Jahr am Pfingst­sonntag der fast 30 Meter hohe Wasser­fall akti­viert wird. Zu diesem Anlass, dem Thus­fest, verwan­delt sich das von Granit­bro­cken, Preisel- und Schwarz­bee­ren­be­wuchs geprägte benach­barte Wald­stück in einen großen Bier­garten, bei dem mit Musik und gutem Essen das Pfingst­fest gefeiert wird. In jedem Jahr ist ein anderer Verein für die Ausge­stal­tung zuständig.

Lehr­reiche Wander­wege

Im Thus bieten sich viele Möglich­keiten zum Wandern, man kann sich Rich­tung Weißen­stadt (7,5 km), Rich­tung Wunsiedel (9 km) oder auch Rich­tung Röslau (2,5 km) wenden. Geht man weiter auf dem Weg nach Röslau, so folgt man dem Lehr­pfad „Land­schaft mit Gebrauchs­spuren“, der Infor­ma­tionen zur umge­benden Flora und Fauna gibt. Auch der Jean-Paul-Weg verläuft hier. An Station 48 lässt uns der geniale Fich­tel­ge­birgs-Dichter, dessen Todestag (14.11.1825) sich 2025 zum 200. Mal jährt, an vier seiner Gedanken zur Ehe teil­haben. Hier ist einer davon: „In der Ehe gefallen die Männer den Weibern länger als umge­kehrt, um nur unter vielen Gründen einen anzu­geben, so verlieren die Männer in der Ehe weniger an Schön­heit, weil sie nur wenige hinein­ge­bracht.“

Thuswald bei Röslau
Thus­wald bei Röslau © C. Plaum

Die Mark­gra­fen­kirche St. Johannis

Erreicht man den Orts­rand von Röslau, so orien­tiere man sich am Zwie­bel­turm der Pfarr­kirche St. Johannis, Ludwigs­felder Straße 4. Sehens­wert ist hier die beim Krie­ger­denkmal posi­tio­nierte Glocke „Liebe“, auch ein Gang über den benach­barten Friedhof lohnt sich. Die Mark­gra­fen­kirche wurde, so erfährt man aus einem auslie­genden Flyer, heraus­ge­geben von Mark­gra­fen­kir­chen e.V., 1385 erst­malig urkund­lich erwähnt und 1528, 1683 sowie 1717 erwei­tert. Dann erhielt sie auch die barocke Ausstat­tung, wurde aber 1872 „puri­fi­ziert“.

1973 reno­vierte man erneut und versuchte, die ursprüng­liche Gestalt − soweit möglich − wieder herzu­stellen. Im auslie­genden Flyer findet man  auch die Infor­ma­tion, dass die Kirchen­türen ursprüng­lich aus gutem Grund blau waren: Sie sollten böse Geister abhalten. Heute sind sie rot – sehr schön anzu­sehen. Wahr­schein­lich gibt es nur noch gute Geister in Röslau und man hat sich beim Neuan­strich gegen das ehema­lige Violett­blau entschieden.

Auf der Inter­net­seite des Mark­gra­fen­kir­chen e.V. ist ein virtu­eller 360-Grad-Rund­gang durch die Kirche möglich.

St. Johannis in Röslau
St. Johannis in Röslau © NöFi
Grabfigur auf dem Röslauer Friedhof
Grab­figur auf dem Röslauer Friedhof © NöFi

Gute Nahver­sor­gung: Bäcker, Metzger und 24/7 Dorf­laden

Folgte man der Haupt­straße, käme man erneut zur Eger und könnte den kleinen Tante-M-Shop (Brücken­straße 1) anschauen, über den wir schon einmal in der Ausgabe 173 des Komm mit! berich­teten. Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Metz­gerei Tröger. Einkehr­schwünge sind beispiels­weise bei den Bäcke­reien Küspert (Haupt­straße 10) oder Kuhns Back­stube (Eger­straße 5) möglich.

Ein Ort für alle Gene­ra­tionen

Ein kleiner Abste­cher an die Eger über den Sonnenweg lohnt sich. Auch hier verläuft der Wanderweg „Land­schaft mit Gebrauchs­spuren“, eine Wackel­brücke gefällt nicht nur Kindern. Weiter im Orts­kern lohnt ein Besuch des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­platzes hinter dem Rathaus.

Mehrgenerationenplatz in Röslau
Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­platz in Röslau © NöFi
Rathaus von Röslau
Rathaus von Röslau © NöFi

Oder man steigt hinauf zum Zwölf­gip­fel­blick und wird belohnt mit einem Fich­tel­ge­birgs-Rundum­pan­orama. Hier kann man pick­ni­cken, Spiel­ge­räte gibt es auch. Ein Wanderweg führt zur alten Schä­ferei. Unter­halb liegt der Fest­platz Geiers­garten, er ist terras­sen­förmig ange­legt und eine tolle Kulisse für viele Feste. Folgen Sie der Eisner- und Hauen­stein­straße bis hin zur Klär­an­lage, so können Sie sich einmal das neue Teil­stück des Eger­rad­weges samt Brücken­neubau anschauen. Geht man auf dem Rückweg den Peuntweg herunter zum Kinder­garten, blickt man im Tal auf das Draht­werk und kann zwei schöne Villen begut­achten.

Zwölfgipfelblick in Röslau
Zwölf­gip­fel­blick bei Röslau © C. Plaum

Autorin: Claudia Plaum
Dieser Artikel ist zuerst erschienen im April 2025 im Komm mit!
Gekürzte und geän­derte Fassung.

Weiter­füh­rende Links

Für Wander­freunde: (Kurze) Rund­wan­der­wege durch Röslaus Natur

Zur Stär­kung: Gastro­nomie in Röslau und Umge­bung

Karte von Röslau und Umge­bung

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